Bier-Vielfalt & Bier-Genuss erleben

Der Bier-Genuss-Abend: Ein außergewöhnliches Genuss-Erlebnis

Dass Bier nicht gleich Bier ist, wusste ich bereits. Und dass Bier mittlerweile gesellschaftsfähig ist und zu vielen Anlässen gereicht wird, ist ebenfalls kein Geheimnis. Aber dass es solch eine Vielfalt an Bieren mit unterschiedlichem Aussehen, Geruch und Geschmack gibt, war mir neu.
Bei einem Bier-Genuss-Abend in gemütlicher Atmosphäre in den Räumen von Siebrichhausen´s Weltbiere wurde ich gemeinsam mit anderen Teilnehmern in die Welt des Bieres entführt.
Unter der Leitung von Biersommelier Albert Siebrichhausen gab es zuerst einmal einen Einblick in die lange Geschichte des Bieres, in den Brauprozess und die Bierrohstoffe. Interessant, wie lange es schon Bier gibt und mit welchen Mitteln und Wegen es in der damaligen Zeit hergestellt wurde. Auch interessant finde ich, dass Bier schon damals zu den nützlichen Nahrungsmitteln zählte und nicht nur als Genussmittel diente und dass es als schmackhafte Arznei gehandelt wurde.
Bei der Verkostung an diesem Abend ging es auch darum, die unterschiedlichen Bierstile zu riechen, schmecken und genießen. Kräftige und feine Aromen, von strohgelber Farbe bis hin zu tiefschwarzer, von weißem bis braunem Schaum und von klarem bis trübem Bier – die Vielfalt war überwältigend. Dazu konnte man die unterschiedlichsten Hopfen-, Malz- und Gärungsaromen definieren: von Zitrus und Grapefruit über Kaffee und Honig bis hin zu Muskat oder Nelke – auch hier ist die Vielfalt enorm.
Der Geschmack eines Bieres kann unterschiedlicher nicht sein. Die einen mögen es lieber leicht, die anderen kräftig, wieder andere spritzig oder süßlich-fruchtig, herb oder malzig. Ich finde, dass hängt immer vom jeweiligen Anlass und der eigenen Vorliebe ab. Nur sicher ist, dass für jeden, der Lust auf ein leckeres Bier hat, etwas Passendes dabei ist.
Die Frage ist auch: Möchte ich an einem sommerlichen Abend ein Bier als Durstlöscher genießen oder möchte ich ein Bier zu einem deftigen Grillabend trinken? Soll es süffig sein oder eher ein edles Tröpfchen zu einem besonderen Anlass? Bier ist so unterschiedlich wie die Interessen und Anlässe des Einzelnen.
Und um einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Biere zu geben, werden bei den Bierseminaren von Albert Siebrichhausen einige unterschiedliche Bierstile vorgestellt – nicht nur theoretisch sondern auch praktisch. Genug Auswahl dürfte bei den über 500 Biersorten dabei sein.
An diesem Abend hatte der Bier-Profi dreizehn verschiedene Spezialitäten ausgewählt – von leicht bis stark war alles dabei. Beeindruckt hat mich bei dieser besonderen Verkostung die Kombinationsvielfalt von Bier und wie sich der Geschmack mit der entsprechenden Essenskreation verändert. So gehörten bei dem Bier-Genuss-Abend auch eigens abgestimmte Bier-Tapas dazu, jedes davon passend zum jeweiligen Bier kreiert.
Zu einem malzig schmeckenden Berchtesgadener Dunkel gab es ein Vollkorn-Schmalzbrot, zu einem Schlenkerla Rauchbier geräucherten Schinken und zu einem malzig-bitteren Insel-Kap der Inselbrauerei Rügen wurde Zartbitter-Schokolade gereicht. Eis zu Bier? Aber sicher, wenn es sich um das Bänger-Bier aus Estland dreht. Der Geschmack des Bieres vor und nach dem Genuss der jeweiligen Speise veränderte sich merklich und gibt dem ein oder anderen Bierstil erst den richtigen Pfiff.
Auch auf die Temperatur sollte man immer achten. Kälte nimmt zum Beispiel einem Bier das Aroma. Ebenso erfuht man, dass die Wahl des Glases und der richtige Ausschank bedeutend sind und geschmackliche Unterschiede zeigen. Und wenn es um die Lagerung und Abfüllung geht, sollte man beachten, dass Bier kein direktes Sonnenlicht mag – daher ist die gute alte Dose besonders geeignet zur Abfüllung.
Abschließend wurde bei dem vierstündigen Bier-Seminar ein kleiner Versuch vorgeführt, wie man durch ein besonderes Verfahren ein hochprozentiges Bier mit einem Alkoholgehalt von etwa 30-35% Vol. herstellt. Das höchstprozentige Bier auf dem Markt hat übrigens ein Alkoholgehalt von 65% Vol.
Alles in allem hat man viel gelernt über das „kühle Blonde“ und nach einer kleinen Seminar-Prüfung über die „Grundlagen der Braukunst“ erhielten alle Teilnehmer ein Diplom. Ich freue mich über meinen Titel „Bierprüferin“ und weiß jetzt, dass es viel zu schade ist, immer nur dasselbe Bier zu trinken. Denn Bier ist immer wieder ein leckeres Erlebnis.

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